Was alle Solitip-Ruten besonders macht

Durchdachte Details. Ein gemeinsames Ziel. Eine Solitip ist mehr als die Summe ihrer Teile. Jedes Detail – von der Spitze bis zur Signatur – folgt einem klaren Anspruch: Die Rute soll leichter arbeiten, unmittelbarer reagieren, zuverlässig halten und sich am Wasser so selbstverständlich anfühlen, dass man über die Technik nicht mehr nachdenken muss.

1. Die Solitip-Vollspitze

Feinfühlig von Anfang an.

Die Vollspitze ist das Herzstück jeder Solitip. Sie beginnt bereits bei geringer Belastung zu arbeiten. Dadurch wird der Wurfablauf früh spürbar und die Präsentation auf kurze Distanz besonders fein und kontrolliert.

Gleichzeitig bleiben die Kraftreserven des unteren Blanks erhalten. Beim Drill arbeitet die Spitze wie ein fein abgestimmter Stoßdämpfer und hilft, plötzliche Belastungsspitzen abzufangen.

Das Ergebnis: frühes Arbeiten, feinere Präsentation, ruhigeres Wurfgefühl und Reserven, wenn mehr Distanz oder Kraft gefragt sind.

2. SoliFerrule

Unsichtbar. Stabil. Harmonisch.

Die obere Steckverbindung gehört bei mehrteiligen Ruten zu den besonders beanspruchten Bereichen. Die SoliFerrule verstärkt diesen Abschnitt von innen mit einem passend ausgearbeiteten Vollmaterialstück.

Das reduziert nicht nur die Gefahr eines Bruches direkt unterhalb der Steckverbindung. Gleichzeitig wird der weichere Bereich stabilisiert und die Biegekurve kann harmonischer durch die Verbindung laufen.

3. CF-Manschetten

Schutz an den Überschüben.

Die Überschübe werden zusätzlich mit hauchdünnen Kohlefaser-Manschetten gesichert. Anders als eine Fadenwicklung kann Kohlefaser das Aufplatzen des Blanks tatsächlich begrenzen.

Das zusätzliche Gewicht ist praktisch vernachlässigbar und die Aktion der Rute bleibt erhalten.

4. Die besonderen Leitringe

Der Schnur den Weg erleichtern.

Die speziellen Solitip-Leitringe stehen nicht im klassischen 90°-Winkel zum Blank, sondern sind leicht in Richtung Rutenspitze geneigt.

Dadurch muss die vom Wasser kommende Schnur weniger stark umgelenkt werden. Auch die beim Werfen entstehenden Schnurwellen können gleichmäßiger durch den Leitring laufen.

5. Einstegringe

Mehr von der ursprünglichen Aktion.

Bei Solitip sollen Ringe in erster Linie die Schnur führen – und den Blank dabei so wenig wie möglich beeinflussen.

Einstegringe benötigen nur einen Ringfuß. Gerade im dünnen Spitzenbereich bleibt die Aktion dadurch freier und lebendiger als bei klassischen Schlangenringen mit zwei Auflagepunkten.

6. Ringmontage & Mehrschichtlackierung

Handarbeit für Jahrzehnte.

Die Ringfüße werden sorgfältig ausgeschliffen, poliert und entgratet. Anschließend wird jeder Ring von Hand gewickelt und bei den Einstegringen zusätzlich gegen ein Herausrutschen gesichert.

Danach folgt eine aufwendige Mehrschichtlackierung mit unterschiedlichen Lackmischungen. Die erste Schicht durchtränkt und füllt die Wicklung. Sie bleibt leicht flexibel, damit sie die Bewegung des Blanks mitmachen kann. Weitere dünne Lackschichten bauen darauf die dauerhaft glatte und geschützte Oberfläche auf.

Diese Kombination aus Ringvorbereitung, Wicklung und abgestimmtem Lackaufbau ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Solitip-Wicklungen auch nach jahrzehntelangem Einsatz noch überzeugen können.

7. Die neue Solitip-Griffform

Der Angler führt die Rute – nicht der Griff die Hand.

Die neue Solitip-Griffform verbindet Vorteile von Full-Wells und Half-Wells und gibt der Wurfhand ungewöhnlich viel Freiheit.

Daumenhaltung, Zeigefingerhaltung und verschiedene Positionen dazwischen bleiben möglich. Die stark verjüngte Vorderseite und die definierte Unterstützung des Zeigefingers erlauben es, die Hand weit nach vorne zu führen und ihre Position beim Werfen oder Fischen zu verändern.

So entstehen Bewegungsfreiheit und Unterstützung gleichzeitig. Je nach Wurf, Schnurführung, Mend, Drill oder persönlichem Balancegefühl kann die Hand auf dem Griff nach vorne oder hinten wandern.

Für diese Griffform ist ein Gebrauchsmuster beantragt.

8. Rollenhalter & SoliResin

Technisch kompromisslos. Optisch so individuell wie die Rute selbst.

Bei Solitip kommen hochwertige Metallrollenhalter zum Einsatz. Sie bilden eine dauerhaft stabile Verbindung zwischen Rolle, Blank und Griff.

Mit SoliResin bekommt dieses funktionale Bauteil gleichzeitig eine völlig persönliche Seite. Farben, Strukturen und eingebettete Materialien lassen sich nahezu grenzenlos kombinieren. Auf Wunsch entsteht ein Spacer nach einem ganz individuellen Design.

Ein kleines Stück Geschichte

Der Solitip-Glückspfennig

Einige wenige echte Glückspfennige habe ich noch aufgehoben. Auf Wunsch kann einer davon als besonderes Detail in die Abschlusskappe einer Solitip-Rute eingesetzt werden.

Technisch verändert er die Rute natürlich nicht. Aber aus einer individuell gebauten Rute wird damit noch ein Stück persönlicher – mit einem kleinen Original aus einer Zeit, in der ein Pfennig tatsächlich noch ein Pfennig war.

Solange der Vorrat reicht

9. Vermessung & Signatur

Erst jetzt ist sie eine Solitip.

Nach der vollständigen Beringung wird jede Solitip auf der 15°-Power-Messanlage abschließend vermessen. Erst jetzt stehen die endgültigen Werte der fertigen Rute fest.

Schnurklasse, Powerfaktor, Fertigungsnummer und weitere Angaben werden anschließend zusammen mit der persönlichen Signatur auf der Rute verewigt.

Damit wird jede Rute eindeutig nachvollziehbar: technisch vermessen, individuell gefertigt und persönlich signiert.

10. Persönliche Abstimmung bis ins Detail

Nicht aus dem Katalog, sondern gemeinsam ausgewählt.

Die persönliche Beratung endet bei Solitip nicht mit der Auswahl von Rutenmodell, Länge und Schnurklasse. Auch die sichtbaren Details werden vor dem Aufbau gemeinsam abgestimmt.

Gerade beim Material für den Spacer des Rollenhalters entscheiden nicht nur Farbe oder Materialbezeichnung. Holz, Maserung, Rollenhalter und Blank müssen tatsächlich miteinander harmonieren. Deshalb erhält der Kunde konkrete Vorschläge in Form von Fotos, auf denen die verfügbaren Materialien und Bauteile direkt am vorgesehenen Blank gegenübergestellt werden.

Auf die gleiche Weise lassen sich Wicklungsfarben, Rollenhalter und weitere besondere Anbauteile besprechen. So entsteht die endgültige Kombination nicht anhand eines Symbolbildes, sondern aus den Bauteilen, die später wirklich an der Rute verwendet werden.

Typisches Beratungsfoto: Rollenhalter und unterschiedliche Materialien werden direkt am Blank gegenübergestellt.

Das Ergebnis: Der Kunde sieht vorab, wie die ausgewählten Details zusammenwirken, und entscheidet auf Grundlage der tatsächlich verfügbaren Materialien.

Solitip

Ruten für ein ganzes Anglerleben.