Ein Fliegenrutengriff, der keine Haltung vorschreibt
Viele Fliegenrutengriffe unterstützen entweder die klassische Daumenhaltung oder eine weit nach vorn geführte Zeigefingerhaltung. Der SoliDuoGriff verbindet Eigenschaften von Fullwells und Halfwells und lässt der Wurfhand bewusst mehr Bewegungsfreiheit.
Der Angler kann die Rute mit dem Daumen, dem Zeigefinger oder in einer Position dazwischen führen. Auch ein Wechsel der Handposition während des Werfens und Fischens bleibt möglich, ohne dass die Hand gegen eine ausgeprägte Griffkontur arbeiten muss.
Die Grundidee: Der Griff soll die Hand unterstützen, ohne ihr eine einzige vermeintlich richtige Position vorzugeben.
Fullwells und Halfwells neu verbunden
Der SoliDuoGriff übernimmt nicht einfach zwei vorhandene Griffformen. Seine Kontur wird so ausgearbeitet, dass unterschiedliche Bereiche der Hand Unterstützung finden, ohne die Beweglichkeit einzuschränken.
Die klassische Daumenhaltung bleibt ebenso möglich wie eine weiter nach vorn gerichtete Zeigefingerhaltung. Zwischen diesen Positionen kann die Hand auf dem Griff wandern und sich der jeweiligen Situation anpassen.
Das kann beim Werfen, Menden, bei der Schnurführung und während des Drills unterschiedliche Griffpositionen ermöglichen.

SoliDuoGriff vereint die Vorteile aus zwei Welten
Drei Möglichkeiten statt einer festen Griffhaltung
Daumenhaltung
Die klassische Haltung mit dem Daumen auf der Oberseite bleibt natürlich und sicher möglich. Die Hand erhält Halt, ohne durch eine starke Kontur festgelegt zu werden.
Zeigefingerhaltung
Der Zeigefinger kann weit nach vorn geführt werden. Die Griffkontur unterstützt ihn, während der Übergang zum Blank möglichst fließend bleibt.
Zwischenpositionen
Die Hand kann auch Positionen zwischen Daumen- und Zeigefingerhaltung einnehmen und während der Fischerei auf dem Griff wandern.

Hand in Daumenhaltung am SoliDuoGriff
Die Hand darf ihre Position verändern
Am Wasser bleibt die Griffhaltung nicht zwangsläufig über Stunden gleich. Wurf, Schnurkontrolle, Fliegenführung und Drill stellen unterschiedliche Anforderungen an die Führung der Rute.
Der SoliDuoGriff wurde deshalb nicht für eine einzige Wurftechnik entwickelt. Er soll unterschiedliche Griffpositionen zulassen und dem Angler ermöglichen, seine Handhaltung der jeweiligen Bewegung anzupassen.
Ob diese Bewegungsfreiheit die Hand bei längerer Fischerei zusätzlich entlastet, wird während der Einführungsphase weiter beobachtet. Eine pauschale ergonomische Wirkung wird daraus nicht abgeleitet.
Der weit nach vorn geführte Zeigefinger
Eine Besonderheit liegt am vorderen Ende des Griffs. Der Zeigefinger kann nahezu fließend vom Griffmaterial auf den Blank wechseln. Gleichzeitig erhält er durch die Form eine zusätzliche Unterstützung.
Dadurch bleibt die Hand beweglich, während der Zeigefinger nicht ohne Führung nach vorn gestreckt werden muss. Wie stark dieser Vorteil empfunden wird, hängt von Handhaltung, Wurftechnik und persönlichen Vorlieben ab.

Zeigefingerhaltung und Übergang vom Griff zum Blank

Erste Erfahrung aus der Praxis
Florian Krumpöck testete den SoliDuoGriff mehrere Stunden beim Werfen und Fischen. Dabei nutzte er die Daumenhaltung, die Zeigefingerhaltung und unterschiedliche Positionen dazwischen.
Besonders positiv bewertete er den fließenden Übergang vom Griff zum Blank, die Unterstützung des weit nach vorne geführten Zeigefingers und die Möglichkeit, seine Handposition während einer Wurfsequenz zu verändern.
Seine Erfahrung zeigt, dass der Griff nicht nur zwei festgelegte Haltungen ermöglicht. Er lässt der Hand vielmehr die Freiheit, sich beim Werfen und Fischen auf dem Griff zu bewegen.
Für neue und vorhandene Fliegenruten
Der SoliDuoGriff kann bei einer neuen Solitip-Fliegenrute direkt eingeplant werden. Bei vielen vorhandenen Fliegenruten lässt er sich durch eine Ergänzung des vorderen Griffbereichs nachrüsten. Der bestehende Griff verlängert sich dabei um ungefähr zwei Zentimeter.
Im Mittelpunkt steht die Form, nicht ein bestimmtes Griffmaterial. Die Ergänzung kann passend zum vorhandenen Griff aus Kork oder Kunststoff gefertigt und anschließend an dessen Kontur angepasst werden.
Ausgenommen sind geformte Kohlefasergriffe mit einer geschlossenen Oberfläche aus Kohlefasergewebe. Bei diesen Konstruktionen ist die Nachrüstung nicht möglich. Bei anderen Griffen bestehen nur wenige grundsätzliche Einschränkungen; die konkrete Machbarkeit wird anhand der vorhandenen Rute geprüft.
Einführungsphase: Mitglieder der SoliSpot VIP Lounge können den SoliDuoGriff während der Einführung zu einem besonders günstigen Preis testen, der unter den Selbstkosten des Umbaus liegt. Im Gegenzug ist eine ehrliche Rückmeldung aus der Praxis ausdrücklich erwünscht.

Jeder Griff eignet sich für eine Nachrüstung zum SoliDuoGriff
Angaben für eine erste Einschätzung
Für die Prüfung einer Nachrüstung werden benötigt:
- Fotos des vollständigen Griffs von beiden Seiten
- ein Foto des Übergangs vom Griff zum Blank
- die genaue Länge des vorhandenen Griffs
- Rutenmodell und Rutenlänge
- Schnurklasse der Fliegenrute
- Angabe des vorhandenen Griffmaterials
Ob und wie die Ergänzung ausgeführt wird, legt Solitip nach der Prüfung des vorhandenen Griffs fest.
Entwicklung und Praxiserfahrungen auf SoliSpot
Auf SoliSpot wird ausführlich gezeigt, wie die Idee entstand, welche Erfahrungen der erste Praxistest gebracht hat und welche weiteren Fragen während der Einführungsphase untersucht werden.

